Kurzurlaub im „Hotel Deichgraf“ (Veermaster-Gruppe)
Was uns nur immer wieder an die kalte Nordsee zieht? Wie soll man das wissen?
Es ist auf jeden Fall so, dass es uns dort einfach gut gefällt. Das Klima tut uns gut und wir können stundenlang am wunderschönen Sandstrand entlang- oder drüberlaufen.
Der Gezeitenstrom macht es möglich, mal durch weiches Watt zu waten, mal auf festem Schlick zu laufen. Und wenn die Flut alles wieder überspült, dann gibt es noch verschiedene Möglichkeiten, auf guten Wegen zu marschieren, die entlang des Meeres angelegt sind.
Dass wir diesmal wieder das gleiche Hotel buchten, in dem wir schon im November 2007 waren, kam durch ein Sonderangebot im Internet. Auf der homepage des Hotels „Deichgraf“ der Hotelkette Veermaster gab es das sogenannte Frühlingsangebot. Der Preis für Vollpension war wirklich ein Schnäppchen. So dachten wir wenigstens. Bis wir dann dort ankamen. Da verflog unsere Euphorie sofort. Denn man drückte uns für die Mittagsmahlzeit einen Bon in die Hand, der den Wert von sechs Euro aufwies. Die Essen von der Tageskarte begannen mal gerade mit dieser Summe. Alles andere war teurer! Entweder man zahlte drauf, was wir dann auch taten, oder man musste mit einer Suppe vorlieb nehmen, deren Preis dann wieder wesentlich niedriger war.
Vollpension hatten wir uns jedenfalls anders vorgestellt, eben so, wie wir es von früher gewöhnt waren. Nicht, dass wir zwei große warme Mahlzeiten am Tag brauchen würden. Der Figur ist das sowieso abträglich. Aber wenn man Vollpension bucht, möchte man sie auch haben. Wir fanden das Verfahren des Hotels auf diese Weise absolut nicht in Ordnung.
So lange wir dort waren, kam uns blöderweise gar nicht in den Sinn, mal ein Gespräch mit dem Chef zu führen. Entweder weil uns die Zeit dafür zu schade war, oder weil wir von vornherein glaubten, an der Art und Weise nichts ändern zu können? Wir wissen es nicht. Jedenfalls haben wir nichts an Ort und Stelle unternommen.
Deshalb trugen wir unsere Beschwerde nur in der Gästebeurteilung ein. Aber weder auf unseren Eintrag im Gästebuch des Hotels von zu Hause aus noch auf unsere Gästebeurteilung, die wir am letzten Tag dort abgaben, kam bisher eine Reaktion.
Es ist traurig, dass eine Hotelkette es nötig hat, mit solchen Mitteln zu arbeiten. Entweder – oder! Wenn schon Sonderangebote, dann sollte man sie auch so durchziehen, wie sie im Internet angeboten wurden. So jedenfalls kamen wir uns betrogen vor. Hätte man gleich geworben mit Halbpension und einem Essensgutschein über den Wert von sechs Euro, wäre der Preis noch immer angemessen gewesen. Aber auf diese Art und Weise, wie man nun mit uns verfuhr, fanden wir das unverschämt.
Für die nächsten Male werden wir uns sicher nach einer Ferienwohnung umsehen. Schade eigentlich. Denn das nordische Frühstücksbüffet im „Deichgraf“ ist superlecker, die Obstplatte immer sofort nachgelegt und die Speisekarte für das Abendessen kann man rauf- und runteressen und erwischt immer nur Gutes. Und dann das nordische Abendbüffet, das inzwischen zweimal in der Woche angeboten wird. Da kann man aussuchen unter verschiedensten Arten von Fisch und Fleisch, ein großes Salatbüffet ist aufgebaut und Beilagen bis zum Abwinken. Und dann noch die Dessertecke: himmlisch.
Also eigentlich doch alles o.k.?! Nein, wir sind noch immer sauer über die Art und Weise, wie man uns von VP auf HP mit Bon gesetzt hat.
Entschädigt haben uns nur der wunderbare Strand und die herrlichen Sonnenauf- und untergänge. Wir hatten ein Zimmer mit Meerblick. Morgens schien uns von der rechten Seite (eigentlich dachte ich erst, das wäre Norden) die Morgensonne ins Gesicht. Und abends ging linker Hand die Sonne in schönsten Farbvarianten unter. Wunderschön. Und alles vom gleichen Fenster aus zu sehen.
Die herrliche Natur, die frische Luft, die Sonne, die wir jeden Tag genießen durften, werden uns sicher wieder an den Strand von Cuxhaven locken. Mal sehen, welche Unterkunft wir uns dafür aussuchen werden.
Mai 2009
Home