Elsass
Eine Kurzreise vom 01.09. - 04.09.2011
Ganz früh am Morgen des 01.09.2011 ging es mit dem Bus des Reiseunternehmers Kröber aus Winningen los in Richtung Elsass. Es war noch ziemlich dämmrig und die Landschaft, durch die wir fuhren, verschmolz zu einem nebligen Brei. Doch schon vor Colmar wurde es ein richtig schöner Tag, den wir in der schönen Altstadt genießen konnten.
Um etwas mehr von Colmar zu sehen, fuhren wir nach dem Genuss eines „Flammkuchens“ mit dem „Altstadtbähnchen“ zu einer Besichtigungstour. Kopfhörer wurden aufgesetzt, die richtige Nummer gewählt, und schon erklärte uns eine Deutsch sprechende Stimme die schönen Gebäude und erzählte uns Geschichtliches von der Stadt.
Nachdem wir noch einmal zu Fuß durch die Altstadt gelaufen waren, um die Eindrücke zu vertiefen, fuhr uns der Bus weiter nach Mulhouse zum Hotel Bristol, in dem wir für die weiteren Tage logierten.
Am nächsten Tag wurde entgegen des üblichen Programmes entschieden, zunächst die „Elsässische Weinstraße“ zu besuchen, da durch den Dunst, der noch über dem Land lag, ein Fernblick vom Grand Ballon nicht möglich wäre.
Und so fuhren wir die Städtchen Kaysersberg, Riquewihr, Ribeauville und Eguisheim an. Jedes hatte seinen eigenen Charme, und wir konnten uns kaum satt sehen an den vielen, wunderschönen Fachwerkhäusern.
Der dritte Tag brachte uns zunächst nach Munster. Wir hätten nicht damit gerechnet, dass noch Störche zu sehen wären. Aber wir hatten Glück, und konnten einige beobachten. Zudem war Markt und ein Spaziergang über den Markt einfach Pflicht.
Unsere Fahrt ging weiter auf der Route des Crêtes zum Col de la Schlucht und dann weiter zum Grand Ballon. Nach einem kurzen Aufenthalt unterhalb des Gipfels, der auf elsässisch „Großer Belchen“ heißt und seinen Namen vom keltischen Gott „Bel“ oder „Belen“ hat, fuhren wir weiter zur Moselquelle.
Man kann sich kaum vorstellen, dass aus dieser kleinen Quelle bei Bussang einmal der große Fluss Mosel wird. Aber er wird gespeist durch die vielen Bäche, die aus den Vogesen kommen. Und bis er bei uns zu Hause in Koblenz in den Rhein fließt, hat er noch so manches Flüsschen in sich aufgenommen.
Von der Moselquelle aus fuhren wir weiter nach Thann, einem kleinen Ort mit einer grandiosen Kirche, der Eglise St. Thiebaut. Nach einem Stück Kuchen und einer Tasse Kaffee fuhr uns unser Reisebus wieder zurück nach Mulhouse.
Der letzte Tag kam wie immer bei Kurzreisen zu schnell. Aber es ging noch zu einer Besichtigung der kleinen Ortschaft Obernai. Auch dort gab es Interessantes zu sehen. Wir genossen noch einmal einen Ort mit Fachwerkhäusern, schönen Plätzen und Kirchen bzw. alten Türmen, bevor wir nach Strasbourg aufbrachen.
Strasbourg, Stadt des Europarats, Großstadt. Eigentlich sollte man meinen, es gäbe dort nichts, was an die kleinen Orte erinnern würde, die wir in den letzten Tagen gesehen hatten. Aber die wunderschöne Altstadt mit ebensolchen Häusern, der gesamte Bereich um das Münster, das mit seinem riesigen Turm wie eine Glucke auf die Stadt unter sich aufzupassen scheint, faszinierte uns sehr. Wir gingen hinein in das Gotteshaus und erfreuten uns an der schönen Fensterrosette, den herrlichen Kirchenfenstern und der alten Orgel.
Nach einem guten Mittagessen und einem Spaziergang durch die Altstadt genossen wir den Blick auf die Ill, die die Stadt durchfließt.
Mit der Weiterfahrt über die „Deutsche Weinstraße“ und einem kurzen Halt am „Deutschen Weintor“ verließ uns das schöne Wetter. Bei Regen ging es durch die schöne pfälzische und rheinhessische Landschaft bis zu unserem Endpunkt nach Koblenz. Hier war es wieder trocken.
Und so kamen wir mit vielen schönen Eindrücken einer Kurzreise gut zurück nach Hause.